Rechner — Trink- und Abwasser
Die 18 täglichen Berechnungen der Wasseraufbereitung: Labor, biologischer Prozess, Membranen, Dosierung und Desinfektion. Jeder Rechner zeigt seine Formel und bietet Übungsaufgaben.
Labor
Suspendierte Feststoffe (TSS / VSS)
Belebtschlamm: 10 bis 25 mL; Ablauf: 100 bis 1000 mL. Typisches VSS/TSS: 65 bis 85 %.
Schlammvolumenindex (ISV)
Typisch: 80 bis 150 mL/g. Über 150 setzt sich der Schlamm schlecht ab (Fadenbakterien möglich). Bei SV₃₀ über 800 mL/L Probe verdünnen und mit der Verdünnung multiplizieren.
Gesamtalkalität (Titration)
Bis pH 4,5 titrieren. Für die Nitrifikation mindestens 50 bis 70 mg/L CaCO₃ im Becken halten.
Verdünnte Probe
Die Anzeige muss im Messbereich des Tests liegen; sonst stärker verdünnen und wiederholen.
Biologischer Prozess
Eliminationsgrad
Gilt für BSB, CSB, TSS, Ammonium oder Phosphor: derselbe Parameter in Zulauf und Ablauf.
Schlammbelastung (F/M)
Konventioneller Belebtschlamm: 0,2 bis 0,5; Langzeitbelüftung und Membranbioreaktoren: 0,05 bis 0,15.
Schlammalter (SRT)
Konventionell: 5 bis 15 d; für die Nitrifikation je nach Temperatur über 8 bis 10 d; Membranbioreaktoren: 15 bis 30 d.
Überschussschlamm für ein Ziel-Schlammalter
Die Überschussschlammentnahme in kleinen Schritten ändern (10 bis 15 % pro Tag) und den MLSS-Trend abwarten.
Hydraulische Verweilzeit (HRT)
Das tatsächlich genutzte Volumen (realer Füllstand) und den mittleren Tagesdurchfluss verwenden.
Rücklaufverhältnis (RS)
Ist das aktuelle Verhältnis kleiner als das nötige, sammelt sich Schlamm im Nachklärbecken.
Organische Belastung
Die Tagesfracht mit der Bemessungsfracht der Anlage vergleichen: Daran sieht man, ob der Prozess ausgereizt ist.
Beobachteter Schlammertrag
Typisch: 0,4 bis 0,8; niedriger bei hohem Schlammalter.
Sauerstoffverbrauchsrate (OUR / SOUR)
Typische SOUR: 8 bis 20. Sehr niedrig: gehemmte oder unterversorgte Biomasse; sehr hoch: Überlast.
Nitrifikation: Sauerstoff und Alkalität
Die Denitrifikation gibt etwa die Hälfte der verbrauchten Alkalität zurück. Fehlt Alkalität, stoppt die Nitrifikation und der pH fällt.
Membranen
Flux und Permeabilität (auf 20 °C korrigiert)
Den Verlauf von K₂₀ verfolgen statt eines Einzelwerts: Ein Rückgang um 20 bis 30 % zeigt Fouling an. Reinigung nach Herstellervorschrift.
Chemikaliendosierung und Desinfektion
Chemikaliendosierung: Menge und Pumpenleistung
Dosis und Konzentration müssen sich auf dieselbe Basis beziehen (Wirkstoff). Die tatsächliche Förderleistung einer Dosierpumpe wird ausgelitert.
Aluminiumsulfat zur Phosphorfällung
Üblicher Startwert: Al:P-Verhältnis 1,5 bis 2,5. Danach mit Becherglasversuchen und dem Ablauf-P anpassen. Zu viel Fällmittel verbraucht Alkalität.
Chlorung: Dosis, Zehrung und CT
Der nötige CT-Wert hängt vom Zielorganismus, vom pH und von der Temperatur ab: mit den für Ihre Anlage geltenden Tabellen vergleichen.
Lern- und Prüfwerkzeuge. Die angegebenen Bereiche sind allgemeine Richtwerte: Halten Sie sich immer an die Verfahren, Genehmigungen und Sollwerte Ihrer Anlage. Es wird nichts übertragen: Die Berechnung läuft in Ihrem Browser.
Dieselben Rechnungen, mit einer Anlage, die reagiert: die Beedy-Simulatoren.