← Alle Rechner
Beedy Academy · Rechner

Kostenlose Rechner für Zellstoff und Papier

Stoffdichte, Tonnen atro, Papiermaschine, Kochung, Bleiche und Laugen: die täglichen Berechnungen, jeweils mit Formel und Übungsaufgaben.

Stoff und Stoffdichte

Stoffdichte einer Probe

FormelC = T ÷ N × 100  ·  Wasser = (100 − C) ÷ C
g
g
Stoffdichte (C)—%
Wasser je Tonne atro—t/t atro

Niedrige Stoffdichte: unter 6 %; mittlere: 8 bis 15 %; hohe: über 20 %. Die ganze Probe filtrieren und das Blatt bis zur Massekonstanz trocknen.

Tonnen atro aus dem Stoffstrom

FormelP = Q × C ÷ 100 × 24
m³/h
%
Produktion atro—t atro/d
Produktion atro—t atro/h

Annahme Dichte 1 t/m³, passend bei niedriger Stoffdichte. Tonne lutro (90 % trocken) = Tonne atro ÷ 0,9.

Verdünnung auf eine Ziel-Stoffdichte

FormelQ₂ = Q₁ × C₁ ÷ C₂  ·  W = Q₂ − Q₁
m³/h
%
%
Verdünnter Strom (Q₂)—m³/h
Zuzugebendes Verdünnungswasser (W)—m³/h

Annahme: klares Verdünnungswasser (0 %). Mit beladenem Siebwasser braucht man mehr: Q₂ = Q₁ × (C₁ − Cw) ÷ (C₂ − Cw).

Verweilzeit im Turm

FormelQs = P ÷ 24 ÷ (C ÷ 100)  ·  t = V × N ÷ 100 ÷ Qs × 60
m³
%
%
t atro/d
Stoffstrom (Qs)—m³/h
Verweilzeit (t)—min

Dichte mit 1 t/m³ angesetzt. Theoretische Zeit bei Pfropfenströmung: Kanalbildung verkürzt sie. In der Bleiche zählt die Reaktionszeit so viel wie die Temperatur.

Spezifische Mahlarbeit

FormelPnet = Ptot − P0  ·  E = Pnet ÷ (F ÷ 24)
kW
kW
t atro/d
Nettoleistung (Pnet)—kW
Spezifische Netto-Mahlarbeit (E)—kWh/t atro

Größenordnung bei niedriger Stoffdichte: 50 bis 150 kWh/t für Langfaser-Sulfatzellstoff. Leerlaufleistung mit geöffneten Garnituren in Wasser messen.

Papiermaschine

Flächengewicht

FormelG = m ÷ A × 10 000  ·  lb/3000 ft² = G × 0,6145
g
cm²
Flächengewicht (G)—g/m²
Imperiales Flächengewicht—lb/3000 ft²

Im Normklima wiegen (23 °C, 50 % r. F.). Das Ries von 3000 ft² gilt für Zeitungsdruck und Tissue; Karton nutzt oft 1000 ft².

Produktion der Papiermaschine

FormelPh = v × L × G × 60 ÷ 10⁶  ·  Pj = Ph × 24 × E ÷ 100
m/min
m
g/m²
%
Brutto-Stundenleistung (Ph)—t/h
Netto-Tagesproduktion (Pd)—t/d

Tonnen bei Flächengewicht und Feuchte am Roller. Der Wirkungsgrad umfasst Abrisse, Stillstände und Ausschuss am Umroller; 85 bis 95 % sind üblich.

Erstpassage-Retention

FormelFPR = (Cc − Cb) ÷ Cc × 100  ·  FPAR = (Ac − Ab) ÷ Ac × 100
%
%
%
%
Gesamtretention (FPR)—%
Ascheretention (FPAR)—%

Asche in % der Suspension (Stoffdichte × Aschegehalt). Typisch: 50 bis 90 % je nach Sorte; ein plötzlicher Abfall kündigt Ablagerungen und Löcher an.

Strahl-Sieb-Verhältnis

Formelvj = √(2 × P ÷ ρ) × 60  ·  r = vj ÷ vt  ·  Δv = vj − vt
kPa
m/min
Strahlgeschwindigkeit (vj)—m/min
Strahl-Sieb-Verhältnis (r)—
Voreilung (+) / Nacheilung (−) (Δv)—m/min

Theoretische Geschwindigkeit (ρ = 1000 kg/m³, verlustfrei): Der reale Strahl ist etwas langsamer, daher Abgleich mit einer Strahlgeschwindigkeitsmessung. Übliches Verhältnis: 0,97 bis 1,03 je nach gewünschter Formation.

Verdampftes Wasser in der Trockenpartie

Formelw = 100 ÷ s₁ − 100 ÷ s₂  ·  wp = w × s₂ ÷ 100  ·  E = wp × P
%
%
t/h
Verdampftes Wasser je Tonne atro (w)—t/t atro
Verdampftes Wasser je Tonne Papier (wp)—t/t
Verdampfungsleistung (E)—t/h

Jeder Prozentpunkt Trockengehalt aus der Pressenpartie spart viel Dampf. Größenordnung: 1,2 bis 1,5 t Dampf je Tonne verdampftes Wasser.

Kochung, Bleiche und Laugen

Kochausbeute

FormelA = P ÷ H × 100  ·  Holz = H ÷ P
t atro/d
t atro/d
Ausbeute (A)—%
Holz je Tonne Zellstoff—t/t

Ungebleichter Sulfatzellstoff: 45 bis 55 %; gebleicht: 40 bis 48 %; TMP: 90 bis 97 %. Holz und Zellstoff auf derselben atro-Basis rechnen.

Chemikalieneinsatz bezogen auf Zellstoff atro

Formelkg/t = c × 10  ·  kg/h = P × c ÷ 100 × 1000 ÷ 24  ·  L/h = kg/h ÷ (x ÷ 100) ÷ ρ
t atro/d
%
% m/m
kg/L
Spezifischer Einsatz—kg/t atro
Wirkstoff—kg/h
Lösungsstrom—L/h

Einsatz und Konzentration auf derselben Basis (Wirkstoff oder als NaOH, Na₂O, ClO₂ …). 1 % auf Zellstoff = 10 kg/t.

Kappazahl: Lignin und ClO₂-Einsatz

FormelLignin ≈ 0,15 × κ  ·  aCl = KF × κ  ·  ClO₂ = aCl ÷ 2,63
Restlignin (ca.)—%
Aktivchlor-Einsatz auf Zellstoff—%
ClO₂-Einsatz auf Zellstoff—%

Lignin ≈ 0,15 × Kappa: Näherung für chemische Zellstoffe (0,13 bis 0,165 in der Literatur). Üblicher Kappafaktor in der ersten D₀-Stufe: 0,18 bis 0,25. 1 kg ClO₂ = 2,63 kg Aktivchlor.

Weißlauge: AA, EA, Sulfidität

FormelAA = NaOH + Na₂S  ·  EA = NaOH + ½ Na₂S  ·  GTA = AA + Na₂CO₃  ·  S = Na₂S ÷ AA × 100
g/L Na₂O
g/L Na₂O
g/L Na₂O
Aktives Alkali (AA)—g/L Na₂O
Effektives Alkali (EA)—g/L Na₂O
Gesamttitrierbares Alkali (GTA)—g/L Na₂O
Sulfidität (S)—%

Alles als Na₂O angegeben (als NaOH mit 1,29 multiplizieren). Typische Sulfidität: 25 bis 35 %; manche beziehen sie auf GTA statt AA, die Konvention des Werks prüfen.

Kaustifizierungs- und Reduktionsgrad

FormelKG = NaOH ÷ (NaOH + Na₂CO₃) × 100  ·  RG = Na₂S ÷ (Na₂S + Na₂SO₄) × 100
g/L Na₂O
g/L Na₂O
g/L Na₂O
g/L Na₂O
Kaustifizierungsgrad—%
Reduktionsgrad—%

Typischer Kaustifizierungsgrad: 78 bis 85 % (das Gleichgewicht begrenzt bei etwa 85 bis 90 %); Kalküberschuss gibt schwer waschbaren Schlamm. Reduktionsgrad im Laugenkessel: 90 bis 97 %.

Lern- und Prüfwerkzeuge. Die angegebenen Bereiche sind allgemeine Richtwerte: Halten Sie sich immer an die Verfahren, Genehmigungen und Sollwerte Ihrer Anlage. Es wird nichts übertragen: Die Berechnung läuft in Ihrem Browser.