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Beedy Academy · Rechner

Rechner für die Anlagen-Elektrotechnik

Ein- und Dreiphasenleistung, Motoren, Leistungsfaktor, Spannungsfall, Transformatoren und Batterien: 14 Berechnungen für die Anlage.

Grundlagen und Energie

Ohmsches Gesetz und Gleichstromleistung

FormelR = U ÷ I  ·  P = U × I = U² ÷ R = R × I²
V
A
Widerstand (R)—Ω
Leistung (P)—W

Gilt auch bei Wechselstrom für eine rein ohmsche Last. Ein Widerstand, der mehr als seine Nennleistung umsetzt, überhitzt und brennt durch. Arbeiten an elektrischen Anlagen: nur Elektrofachkraft, freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.

Widerstände in Reihe und parallel

FormelRs = R₁ + R₂ + R₃  ·  1 ÷ Rp = 1 ÷ R₁ + 1 ÷ R₂ + 1 ÷ R₃
Ω
Ω
Ω
Ersatzwiderstand Reihe (Rs)—Ω
Ersatzwiderstand parallel (Rp)—Ω

Parallel ist der Ersatzwiderstand immer kleiner als der kleinste Einzelwiderstand. Widerstände nur spannungsfrei und vom Kreis getrennt messen. Arbeiten an elektrischen Anlagen: nur Elektrofachkraft, freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.

Heizelement: Widerstand und Strom

FormelR = Un² ÷ Pn  ·  I = U ÷ R  ·  P = U² ÷ R
kW
V
V
Widerstand des Elements (R)—Ω
Strom bei Nennspannung—A
Leistung bei tatsächlicher Spannung—kW
Strom bei tatsächlicher Spannung—A

Je Element, Widerstand als konstant angenommen (ändert sich etwas mit der Temperatur). Ein 240-V-Element an 208 V verliert etwa 25 % Leistung. Arbeiten an elektrischen Anlagen: nur Elektrofachkraft, freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.

Energieverbrauch (kWh)

FormelE = P × α ÷ 100 × h × n
kW
%
h/d
d/a
Mittlere Leistungsaufnahme—kW
Energie pro Tag—kWh/d
Energie pro Jahr—kWh/a

Auslastung = tatsächlich aufgenommene mittlere Leistung ÷ Anschlussleistung. Beim Motor die Leistungsaufnahme messen, statt dem Typenschild zu vertrauen.

Überbrückungszeit Batterie / USV

FormelE = C × U × DoD ÷ 100  ·  t = E × η ÷ 100 ÷ P
Ah
V
W
%
%
Nutzbare Batterieenergie—Wh
Geschätzte Überbrückungszeit—h
Geschätzte Überbrückungszeit—min

Schätzung: Die reale Kapazität sinkt bei hohem Entladestrom (Peukert-Effekt), bei Kälte und mit dem Alter. 20 bis 25 % Reserve einplanen und einen Entladetest machen. Arbeiten an elektrischen Anlagen: nur Elektrofachkraft, freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.

Wechselstromleistung und Verteilung

Einphasige Leistung

FormelS = U × I ÷ 1000  ·  P = S × cos φ  ·  Q = S × sin φ
V
A
Scheinleistung (S)—kVA
Wirkleistung (P)—kW
Blindleistung (Q)—kvar

Den Leistungsfaktor mit einem Netzanalysator messen; sonst den Typenschildwert nehmen (gilt nur bei Volllast). Arbeiten an elektrischen Anlagen: nur Elektrofachkraft, freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.

Dreiphasige Leistung

FormelS = √3 × U × I ÷ 1000  ·  P = S × cos φ  ·  Q = S × sin φ
V
A
Scheinleistung (S)—kVA
Wirkleistung (P)—kW
Blindleistung (Q)—kvar

U = Leiterspannung, I = Leiterstrom (Mittelwert der drei Phasen). Symmetrische Last angenommen; weichen die Ströme um mehr als 10 % ab, Ursache suchen. Arbeiten an elektrischen Anlagen: nur Elektrofachkraft, freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.

Blindleistungskompensation (Kondensatoren)

FormelQc = P × (tan φ₁ − tan φ₂)  ·  S = P ÷ cos φ
kW
Erforderliche Kompensationsleistung (Qc)—kvar
Scheinleistung vorher—kVA
Scheinleistung nachher—kVA
Verringerung des Leiterstroms—%

Nicht über 0,95 bis 0,98 kompensieren: Überkompensation bei Schwachlast und Resonanzgefahr mit Oberschwingungen von Umrichtern. Kondensatoren bleiben nach dem Abschalten geladen: Entladung abwarten und Spannungsfreiheit feststellen. Arbeiten an elektrischen Anlagen: nur Elektrofachkraft, freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.

Transformator: Nennstrom und Kurzschlussstrom

FormelIn = S × 1000 ÷ (k × U)  (k = √3 : 3φ, 1 : 1φ)  ·  Isc = In × 100 ÷ Z%
kVA
V
%
Sekundärer Nennstrom (In)—A
Maximaler Kurzschlussstrom (Ik)—kA

Kurzschluss an den Sekundärklemmen bei unendlich starkem Vornetz: konservativer Wert zur Prüfung des Schaltvermögens. Störlichtbogen- und Selektivitätsstudien erfordern eine vollständige Berechnung. Arbeiten an elektrischen Anlagen: nur Elektrofachkraft, freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.

Spannungsfall in einer Leitung

FormelΔU = b × L × I × (ρ ÷ S × cos φ + λ × sin φ)  (b = √3 : 3φ, 2 : 1φ)  ·  ΔU% = ΔU ÷ U × 100
V
A
m
mm²
Spannungsfall (ΔU)—V
Spannungsfall (ΔU%)—%
Spannung am Verbraucher—V

Verfahren nach IEC 60364-5-52, Anhang G: ρ im Betrieb 0,0225 (Kupfer) oder 0,036 (Aluminium) Ω·mm²/m, λ = 0,08 mΩ/m. Üblicher Richtwert: 3 bis 5 % insgesamt; maßgebend sind die örtlichen Vorschriften. Arbeiten an elektrischen Anlagen: nur Elektrofachkraft, freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.

Motoren und Frequenzumrichter

Nennstrom eines Motors

FormelP₁ = P ÷ η  ·  In = P₁ × 1000 ÷ (k × U × cos φ)  (k = √3 : 3φ, 1 : 1φ)
kW
V
%
Aufgenommene Leistung (P₁)—kW
Nennstrom (In)—A

P = mechanische Wellenleistung (Typenschild). Schätzung: Überlastschutz nach dem Typenschildstrom einstellen, Leiter nach den Normtabellen bemessen. Arbeiten an elektrischen Anlagen: nur Elektrofachkraft, freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.

Synchrondrehzahl und Schlupf

FormelNs = 120 × f ÷ p  ·  s = (Ns − N) ÷ Ns × 100
Hz
min⁻¹
Synchrondrehzahl (Ns)—min⁻¹
Schlupf (s)—%

p = Polzahl (2 × Polpaarzahl). Typischer Volllastschlupf eines Asynchronmotors: 1 bis 5 %; er steigt mit der Last, die Drehzahl verrät also die Belastung.

Anlaufstrom eines Motors

FormelId = In × k  ·  IY-Δ = Id ÷ 3
A
×
Direktanlauf—A
Stern-Dreieck-Anlauf—A

k steht auf dem Typenschild oder im Datenblatt (oft 5 bis 8). Bei Stern-Dreieck sinkt auch das Anlaufmoment auf ein Drittel. Der Anlaufstrom dauert einige Sekunden. Arbeiten an elektrischen Anlagen: nur Elektrofachkraft, freigeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.

Frequenzumrichter: reduzierte Leistung (Affinitätsgesetze)

FormelP₂ = P₁ × (N₂ ÷ N₁)³  ·  E = (P₁ − P₂) × h
kW
%
h/a
Leistung bei neuer Drehzahl (P₂)—kW
Eingesparte Leistung—kW
Eingesparte Energie pro Jahr—kWh/a

Ideales Kubikgesetz: Kreiselpumpe oder Ventilator ohne statische Förderhöhe. Mit statischer Förderhöhe sowie Umrichter- (2 bis 4 %) und Motorverlusten ist die reale Einsparung kleiner: messen.

Lern- und Prüfwerkzeuge. Die angegebenen Bereiche sind allgemeine Richtwerte: Halten Sie sich immer an die Verfahren, Genehmigungen und Sollwerte Ihrer Anlage. Es wird nichts übertragen: Die Berechnung läuft in Ihrem Browser.